Ende vergangenen Jahres zählte das Bistum Münster 1.589.793 Katholikinnen und Katholiken und damit rund 12.000 mehr als das Erzbistum Köln, das lange das mitgliederstärkste deutsche Bistum war. Die Zahl ist im Bistum Münster um gut 40.000 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Im Kreisdekanat Warendorf ist die Zahl der Kirchenaustritte 2025 im Vergleich zum Vorjahr auf einem hohen Niveau in etwa gleichgeblieben. 2.403 Katholiken erklärten ihren Austritt, das waren 162 mehr als im Vorjahr.
19 Personen, die sie früher einmal verlassen hatten, traten im Kreisdekanat Warendorf im vergangenen Jahr wieder in die katholische Kirche ein, hinzu kamen zwölf Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. 1.015 Menschen wurden durch die Taufe in die Kirche aufgenommen (2024: 1.119). Die Katholikenzahl im Kreisdekanat Warendorf lag Ende des vergangenen Jahres bei 173.553 (2024: 178.619).
In etwa gleich geblieben ist im vergangenen Jahr im Kreisdekanat Warendorf die Zahl der Menschen, die sonntags an der Messe teilnahmen. 2025 waren es 8.952 Katholiken (2024: 8.955). Ebenfalls wenig verändert haben sich die Zahlen der kirchlichen Trauungen (2025: 167; 2024: 162), der Erstkommunionen (2025: 1.530; 2024: 1.560), der Firmungen (2025: 969; 2024: 1.019) und der Bestattungen (2025: 2.048; 2024: 2.140).
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Regionalbischof für das Kreisdekanat Warendorf, erklärt: „Die Zahl der Katholiken ist durch Kirchenaustritte und den demographischen Wandel leider auch im vergangenen Jahr zurückgegangen. Gleichzeitig ist es für mich immer wieder faszinierend zu erleben, wie viele Menschen sich in der katholischen Kirche engagieren. Mein Dank gilt allen, die durch ihre Zugehörigkeit die Kirche mittragen. Durch ihren Beitrag an Kirchensteuer können wir in den Bereichen Bildung und soziale Arbeit viel für die Gesellschaft leisten. Zu dem können wir dadurch viele Kirchen und Versammlungsräume, die häufig auch nichtkirch lichen Gruppen dienen, erhalten. Und wir können ganz konkret Menschen unmittelbar vor Ort in den Krisengebieten der Welt helfen, zum Beispiel in der Ukraine und in Syrien.
Besonders danke ich all denen, die sich ehren- und hauptamtlich in unseren Gemeinden und Einrichtungen engagieren und der Botschaft Jesu Christi ein Gesicht geben. Das fängt an in Pressedienst Bistum Münster 16.03.26 den Kitas und Schulen und reicht bis zu den vielen Menschen, die von der Caritas und anderen Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung erfahren.
Erfreulicherweise nehme ich bei den unter 30-Jährigen ein zunehmendes Interesse an Glaubensfragen wahr. Dies zeigt sich nicht in wachsenden Zahlen, sondern in einem lebendigeren Interesse am Glauben zum Beispiel bei denen, die sich für die Firmung entscheiden oder die erst im Laufe eines Studiums den Glauben für sich entdecken. Unsere Herausforderung ist es, Menschen Möglichkeiten anzubieten, den Glauben besser kennenzulernen und die Lebenshilfe zu entdecken, die er bietet. Der christliche Glaube gibt vielen Menschen Orientierung, Kraft und Zuversicht. Er hilft uns auch, die Herausforderungen der krisenhaften Zeiten zu meistern, in denen wir leben.“
Bildunterschrift: Weihbischof Dr. Stefan Zekorn (Foto: Bistum Münster)